Ratgeber
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Unsere Tochter ist aus der Kirche ausgetretenEine unserer beiden erwachsenen Töchter ist vor einigen Monaten aus der katholischen Kirche ausgetreten. Wir sind bestürzt über ihre Entscheidung. Uns selbst liegt unser Glaube sehr am Herzen, und wir haben unsere Kinder von Anfang an in diesem Glauben erzogen. Wir schaffen es einfach nicht, die Entscheidung unserer Tochter zu respektieren. Rainer S., Salzburg P. Erich Modosch: Die Antwort einer tiefgläubigen Mutter vor vielen Jahren war für mich eine ganz große Hilfe. Ich lernte ihre Kinder auch als praktizierende Christen kennen, doch eines Tages wollten sie von Glaube und Religion nichts mehr wissen. Ich war selbst tief getroffen, doch diese Frau sagte, dass dieser Umstand nichts daran ändere, dass sie ihre jetzt erwachsenen Kinder genauso liebe, auch, wenn sie jetzt nicht mehr an Gott glauben und in die Kirche gehen. Die Liebe zu den Kindern geht der Glaubensentscheidung voran. Sicher ist der Austritt Ihrer Tochter aus der Kirche für Sie ein großer Schmerz. Doch können Liebe und Gebet die Einstellung Ihrer Tochter ändern - wenn auch nicht sofort. Vielleicht reden Sie in Ruhe mit Ihrer Tochter, was sie bewogen hat, aus der Kirche auszutreten. Wichtiger ist: Leben Sie Ihren Glauben selbst konsequent und geben dadurch Ihrer Tochter ein starkes Beispiel, dass der Glaube auch durch schwierige Situationen im Leben zu tragen hilft. Gelassenheit und Liebe sind in solchen Situationen die besten Hilfen. |
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Auch Eltern machen mal FehlerNormalerweise ist der Alltag mit unseren beiden Kindern, vier und ein Jahr alt, sehr harmonisch. Aber manchmal bin ich so gestresst, dass mir einfach der Kragen platzt. Dann werde ich den Gabriele B., Passau Sr. Susanne Stachl: Vermutlich alle Eltern möchten bei der Erziehung ihrer Kinder „alles" richtig machen und vermeiden, dass ihnen dabei Fehler unterlaufen. Im Laufe der Zeit bemerken sie jedoch, dass sich trotz allen Bemühens Schwächen und Versagen einschleichen. Kinder benötigen Klarheit und Struktur. Verlässliche, liebevolle Zuwendung vonseiten der Eltern und uneingeschränkte Wertschätzung sind für die Entwicklung des Kindes von unermesslicher Bedeutung. Viele Kinder spüren dies nur ungenügend. Kleinkinder erleben ihre Eltern als machtvolle Persönlichkeiten, die in allem Recht haben. Werden sie geschimpft, können sie oft noch nicht unterscheiden zwischen „gerechtem" und „ungerechtem" Schimpfen. Sie werden sich schuldig fühlen und sich verwirrt fragen, was sie falsch gemacht haben. Um so wichtiger ist es, dass Eltern sich für ihr eigenes Fehlverhalten bei ihren Kindern entschuldigen, ihnen erklären, dass sie sich falsch verhalten haben und den Kindern die Sicherheit zurückgeben, dass sie sich richtig verhalten hatten. Dies hilft den Kindern dabei, ganz allmählich fürs Leben wichtige Erkenntnisse zu gewinnen: Nicht nur, dass jeder Fehler macht, sondern auch, dass und wie man Fehler wieder gutmachen kann. |