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Mit Humor erzieht's sich leichter Viele Eltern glauben, dass sie sich nur mit Strenge und Ernst beim Kind Respekt verschaffen können. Doch es geht auch anders. Ein wenig Gelassenheit und Humor können im Erziehungsalltag wahre Wunder vollbringen.

Der vierjährige Anton flitzt mit seinem Kinder-Einkaufswagen durch den Supermarkt. Mit einem Aff enzahn geht’s am Kühlregal vorbei und weiter zu den Gemüsekonserven. Mama stöhnt, Anton juchzt. Und schon ist’s passiert: Ein Scheppern und Klirren, ein Gurkenglas zersplittert auf dem Boden. Und jetzt? Antons Mama hat zwei Möglichkeiten. Entweder sie unterstellt ihrem Kind, dass es den Wagen böswillig gegen das Regal gefahren hat. Sie schimpft, packt den Jungen und erledigt, nachdem sie das Personal über die Situation  informiert hat, wütend den restlichen Einkauf. Oder: Sie  reagiert mit Humor!

Sie akzeptiert, dass ihrem Kind das Missgeschick aus ungebändigter Lebenslust geschehen ist. Beide lachen gemeinsam herzhaft darüber – und kümmern sich dann zusammen darum, den Schaden wiedergutzumachen.
So wie hier kann eine humorvolle Reaktion einem kleinen Vorfall seinen großen Ernst nehmen. Wenn es Eltern und Pädagogen gelingt, gemeinsam mit dem Kind zu lachen, bringt sie das auf eine andere Kommunikationsebene und lenkt den Blick auf das Positive. Ein Lächeln, ein Augenzwinkern und eine witzige Bemerkung relativieren die Erziehungsfronten, und schon nehmen alle Beteiligten die Dinge nicht ernster, als es ihnen zusteht.

Kinder, die viel lachen, sind weniger aggressiv.


Wie sehr Kinder von einer humorvollen Atmosphäre in der Familie profitieren, ist in vielen Studien längst bewiesen: Sie lernen, voller Zuversicht und Optimismus in die Welt zu gehen und anderen Menschen mit Herzlichkeit und Nachsicht zu  begegnen. Je eher ein Kind die positiven Wirkungen des Humors entdeckt, umso leichter wird ihm das  Erwachsenenleben mit all seinen ernsten Anforderungen fallen. Denn Humor hilft, Stress zu bewältigen, fördert kreatives und innovatives Denken und weist einen optimistischen Weg aus Konflikten und Krisen heraus. Kinder, die viel zu lachen haben, bauen ihre Aggressionen besser ab. Eine humorvolle Grundeinstellung fördert auch die Frustrationstoleranz des Kindes und steigert seine soziale Kompetenz. Außerdem ist ein fröhliches Kind ausgeglichener und bei seinen Mitmenschen viel beliebter als ein Miesepeter. Kein Wunder also, dass das Lachen quasi zur Grundausstattung von Kindern gehört. Sie tun es 400 Mal am Tag, zählt man ihr Kichern, Gröhlen und alle  Ausdrucksformen des Fröhlichseins zusammen. Babys und Kleinkinder brauchen keinen Grund, um zu lachen, sie nutzen einfach jede sich bietende Gelegenheit. Erwachsene dagegen lachen durchschnittlich nur etwa 15 Mal am Tag! weiter...

 

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